Ratgeber: Bargeldloses Zahlen / Kartenzahlung

Alles über Kartenzahlung

Geräte, Kosten, EC- und Kreditkarten und mehr

Kartenzahlung boomt. Sei es Elektronikhandel, Apotheke, Boutique oder Arztpraxis – die passenden Lesegeräte für Kartenzahlungen gehören zur Grundausstattung. Wie funktioniert das und was kostet das Anbieten von Kartenzahlungen? Wir geben Ihnen nachfolgend einen Crash Kurs inklusive weiterer Links zum Vertiefen des neu gewonnen Wissens. Und wir bieten Ihnen Kartenlesegeräte auch ohne Vertragslaufzeit und mit fairen Konditionen an.

Welche Kartenterminals gibt es?

Früher gab es nur Terminals, die per Kabel an den Strom- und Telefonanschluss angebunden werden mussten und umständlich in der Bedienung waren. Aber natürlich entwickelt sich auch die Technik bei Kartenlesegeräten weiter und daher gibt es heute unterschiedlichste Varianten für jeden Einsatz.

Option 1: Stationär mit Kabelanschluss

Der Klassiker und nach wie vor die günstigste Möglichkeit, ein Terminal für die Kartenzahlung zu mieten.

Das Terminal braucht einen festen Platz und wird dort mit zwei Kabeln an den Strom und das Internet oder die Kasse angebunden.

Es eignet sich also für alle, die z.B. ein Ladengeschäft haben bzw. einen festen Kassenplatz, an dem das Terminal immer stehen bleibt.

Unsere Empfehlung:

Option 2: Stationär mit WLAN-Anschluss

Diese Variante ist relativ neu und eine gute Möglichkeit, um Kabelsalat zu verhindern.

Das Terminal wird ebenfalls per Kabel an den Strom angeschlossen, das zweite Kabel fällt aber aufgrund des WLAN Moduls weg. Es muss also kein LAN-Kabel zum Router bzw. zur LAN-Buchse verlegt werden.

Geeignet ist es für alle, die am festen Kassenplatz etwas mehr Ordnung und Flexibilität haben wollen.

Unsere Empfehlung:

Option 3: Mobil

Diese EC Geräte funktionieren entweder per WLAN oder mit einer normalen Handy-Sim-Karte.

Geladen wird der Akku über eine Ladeschale und dann können Sie den ganzen Tag überall da kassieren, wo es für Sie passt: Im Restaurant am Tisch des Gastes, als Aussteller auf einer Messe oder als Handwerker direkt zu Hause beim Kunden. Und es eignet sich auch, wenn Sie im Geschäft nicht so viel Platz an der Kasse haben und es lieber in der Schublade verstauen.

Unsere Empfehlungen:

All diese EC Geräte haben einen umfangreichen Funktionsumfang: Von kontaktloser Zahlung (z.B. per Smartphone) über Trinkgeld- oder Tax Free – Funktionen ist alles dabei. Außerdem können die Terminals auch über Schnittstellen wie ZVT oder O.P.I. an Ihr Kassensystem angebunden werden (allerdings gibt es Unterschiede je Gerät).

Video: So funktioniert bargeldloses Bezahlen und das sind die besten Terminals

Immer mehr Menschen nutzen EC- oder Kreditkarten zum Einkaufen. Und auch für Sie hat Kartenzahlung einige Vorteile: Die Akzeptanz von Karten ist eine einfache, schnelle und kostengünstige Alternative zum Bargeld. Außerdem – und das ist das wohl größte Argument “Pro Kartenzahlung” – erwarten es Kunden heutzutage. Sie zahlen doch bestimmt auch schon öfter(s) mit Karte, oder?

Die Anschaffung eines Kartenlesegeräts ist grundsätzlich nicht schwer – wenn es nicht so viele Anbieter mit ganz unterschiedlichen Preismodellen gäbe. Wir als Bezahlexperten geben Ihnen die wichtigen Infos zur Kartenzahlung mit auf den Weg, damit Sie nicht auf versteckte Kosten hereinfallen und das richtige Kartenlesegerät finden.

Welche Verfahren für Kartenzahlung gibt es?

Um das Bezahlen mit Karte anbieten zu können, brauchen Sie zunächst ein entsprechendes Kartenlesegerät / Kartenterminal. Die Aufstellung ist wirklich einfach – das Terminal wird vom Dienstleister vorkonfiguriert und dann per Post zu Ihnen geschickt. Sie müssen es nur noch mit dem Internet verbinden (per Kabel, WLAN oder Handy-SIM-Karte) und für Strom sorgen.

Wichtig zu wissen: Das Kartenterminal ist immer mit einem Vertrag zur Abrechnung von EC-Karten (heißen heutzutage Girocards) verbunden. Wenn Sie – was sehr sinnvoll ist – auch Kreditkarten annehmen möchten, können Sie sich kostenfrei dafür freischalten lassen.

Zahlung mit EC-Karte (offiziell Girocard)

Die günstigste Variante, Ihre Kunden bargeldlos zahlen zu lassen, ist die EC-Karte (die mittlerweile übrigens offiziell Girocard heißt). Hierbei zahlen Sie nur eine sehr niedrige Gebühr für die Abwicklung der Kartenzahlung – bei uns 7-9 Cent für die Transaktion und einen geringen Prozentsatz (0,25%) vom Betrag.

Achtung: Es gibt zwei Arten von EC-Zahlung:

  1. Per Pin-Engabe (EC Cash genannt): Das ist die klassische Variante: Jedes Mal, wenn der Kunde seine Karte ins Terminal steckt, muss er seine Pin eingeben. Das Kartenterminal schickt dann eine Anfrage zu seiner Bank, ob das Geld vorhanden ist und – falls ja – blockt es für Sie. Dann kann der Kunde das Geld nicht im Geschäft nebenan nochmal ausgeben. Dies ist also die sicherste Variante der Kartenzahlung.
  2. Per Lastschrift: Hierbei unterschreibt der Kunde auf der Rückseite des Belegbons und erteilt Ihnen damit die Erlaubnis, das Geld von seinem Konto einzuziehen. Vereinfacht gesagt, entfällt bei dieser Zahlungsweise die Prüfung, ob der Kunde das Geld auf seinem Konto vorrätig hat – es könnte also sein, dass das Geld nicht vom Kunden eingezogen werden kann und Sie Ihrem Geld hinterherlaufen müssen. Zudem könnte der Kunde das Geld wieder auf sein Konto zurückbuchen lassen. Wir raten daher von dieser Variante ab. Das Lastschriftverfahren bei Kartenzahlung erklären wir ausführlich nochmal hier im Ratgeber-Artikel.

Zahlung mit Kreditkarten

Wenn Sie EC-/ Girocardzahlung anbieten, haben Sie schon einen Großteil Ihrer (deutschen) Kunden abgedeckt. Aber Kreditkarten sind immer weiter verbreitet – allein 2017 wurden in Deutschland mit 1,2 Milliarden Kreditkartenzahlungen rund 25% mehr Zahlungen als noch zwei Jahre zuvor getätigt. Sie sollten also Ihren Kunden mehr Flexibilität ermöglichen und Ihr Kartenlesegerät/ Terminal mindestens für die beiden größten Kreditkartenanbieter VISA und MasterCard freischalten lassen. Die Freischaltung kostet auch nichts. Früher war die Akzeptanz von Kreditkarten richtig teuer, zwischen 3-4% des Einkaufswerts. Mittlerweile liegen die Kosten aber bei 1 – 2%.

Welche Kosten fallen an?

Natürlich spielt der Preis für das Terminal eine große Rolle bei der Auswahl des Anbieters. Aber bitte fallen Sie nicht auf Lockangebote rein. Weiter unten erklären wir, worauf Sie achten sollten vor Vertragsabschluss.

Die Gesamtkosten für Ihr Kartenlesegerät und den Abwicklungsvertrag unterteilen sich in die fixen, monatlich wiederkehrenden Gebühren und die variablen Kosten pro Kartenzahlung.

Wiederkehrende Gebühren / Fixkosten

Dies sind bei uns drei Bestandteile:

  1. Die Miete für das Terminal (zwischen 7 und 13 Euro),
  2. die Service-Grundpauschale (5,99 Euro)
  3. und das zentrale Clearing (0,99 Euro, Erklärung hier).

Ergibt also sehr geringe Grundgebühren zwischen rund 14 und 20 Euro.

Variable Kosten

Bei einem Bezahlvorgang fällt immer die Transaktionsgebühr zwischen 7-9 Cent (je nachdem, wie viele Transaktionen Sie pro Monat haben) an.

Dazu kommt eine umsatzabhängige Provision von 0,25% bei EC-Zahlungen und 1-3% bei Kreditkartenzahlungen (je nachdem, welche Karte eingesetzt wird).

Beispielrechnung: Für 100 Zahlungen á 40 Euro per EC-Karte fallen nur 9 Euro Transaktionskosten und 10 Euro EC-Gebühren an. Machen Sie in einem anderen Monat weniger Umsatz per Kartenzahlung, reduzieren sich auch direkt diese Kosten.

Übrigens: Eine sehr ausführliche Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber “Was kostet ein EC Gerät?”.

Wo finde ich die besten Kartenterminals für mein Business?

Natürlich bei uns. Ohne versteckte Kosten und mit top Service. Wir haben die dutzenden EC Cash Terminals getestet und uns für die besten entschieden

Verifone V200c

Bestes Basisgerät. Günstige Kosten, schneller Bezahlvorgang, einfache Bedienung, vorbereitet für kontaktlose Zahlungen (z.B. mit dem Handy)

Wichtig zu wissen: Funktioniert nur mit DSL und wird über 2 Kabel mit Strom und Internet verbunden (Steckdose und Internetanschluss muss also in der Nähe sein).

Ingenico Desk 5000

Bestes Gerät, wenn Sie etwas mehr Flexibiltät und weniger Kabel haben wollen. Kann auch per WLAN betrieben werden, einfache Bedienung via Touchdisplay, kann natürlich auch kontaktlose Zahlungen.

Wichtig zu wissen: Gut geeignet, wenn das Gerät z.B. über einen Tresen gehoben oder öfters hin- und hergedreht wird.

Verifone V400m

Das Terminal kann per WLAN und SIM-Karte (also Mobilfunknetz) betrieben werden – wir empfehlen es allerdings nur für den Einsatz mit SIM-Karte, da es im WLAN nicht 100%ig verlässlich arbeitet. Im Mobilfunknetz ist es aber eine sehr gute Wahl.

Wichtig zu wissen: Die SIM-Karte kostet 5 Euro zusätzlich. Sie können alternativ auch eine eigene Karte nutzen.

Ingenico Move 5000

Das beste Gerät, wenn Sie kabelfrei sein möchten, z.B. in Restaurants oder als Handwerker, der beim Kunden kassiert.

Das Terminal wird per WLAN oder 4G SIM Karte betrieben und bietet die meiste Flexibilität. Funktioniert optimal im WLAN und wechselt bei Bedarf auch auf die SIM-Karte.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl Ihres Anbieters achten?

Fallen Sie nicht auf Lockangebote oder überteuerte Gebühren rein. Schon unsere Eltern haben gesagt „Wer billig kauft, zahlt zweimal.“ – und so ist es auch bei EC Geräten und Abwicklungsverträgen zur Kartenzahlung. Lockangebote für 2 Euro müssen nicht unseriös sein, aber man sollte die AGB und Preislisten ganz genau durchlesen. Und umgekehrt bieten z.B. viele Banken und Sparkassen die Standard-Terminals zu hohen Preisen an.

Typische Beispiele von Lockangeboten:

1.) Werbung auf dem Display: Der Anbieter lässt sich in den AGB das Recht einräumen, auf dem Display Ihres Kartenterminals Werbeanzeigen zu schalten.

2.) Update-Gebühren: Die Terminals benötigen ab und zu ein Software-Update. Das wird aufgespielt – ob Sie wollen oder nicht. Und für jedes Update werden Ihnen 29 Euro berechnet. Bei 2 Updates pro Jahr sind das Zusatzkosten von 4,80 Euro pro Terminal und Monat und schon kostet das Gerät mehr als bei uns.

3.) Überhöhte Gebühren: Die sogenannten Händlerentgelte (Zahlungsgebühren für EC-Zahlungen) liegen normalerweise bei 0,23-0,25%. Sobald Sie 0,27% oder sogar mehr bezahlen, zahlen Sie überdurchschnittlich viel.

4.) Veraltete Geräte: Sie finden auf unserer Übersichtsseite nur die modernsten Kartenterminals. Geräte wie das Verifone H5000 oder Ingenico iWL250 sind mittlerweile nicht mehr aktuell, aber viele Dienstleister bieten diese Geräte noch zu Tiefstpreisen an. Manchmal erhalten Sie sogar ein bereits gebrauchtes Gerät (nennt sich “refurbished”).

5.) Kündigungsgebühren: Sie schließen einen 2-Jahresvertrag ab, aber wehe, Sie kündigen danach. Dann zahlen Sie nochmal eine Kündigungsgebühr, z.B. in Höhe von 89 Euro. Das sind schon wieder umgerechnet 3,70 Euro mehr Terminalmiete pro Monat.

Unser Versprechen: Wir listen Ihnen alle Kosten transparent auf. Vielleicht sieht das im ersten Blick etwas teurer aus, aber Sie werden sehen, dass wir Ihnen letztendlich ein sehr günstiges Angebot mit einer 1A-Dienstleistung bieten können – sogar günstiger als die vermeintlichen Lockangebote.

Was ist mit der Annahme von Kreditkarten?

Mit dem Kartenterminal können Sie selbstverständlich nicht nur EC-Karten (die mittlerweile übrigens „girocard“ heißen) annehmen, sondern auch Kreditkarten von quasi jeder Firma dieser Welt. Wenn Sie vor allem deutsche und europäische Kunden haben, reicht die Freischaltung für VISA und MasterCard. Für asiatische Kunden gibt es u.a. China Union Pay und JCB, amerikanische Kunden haben öfters auch eine AmEx dabei.

Die Freischaltung und Aufschaltung auf Ihrem Gerät kostet keinerlei Gebühren. Wenn Sie niemals Kreditkarten annehmen, haben Sie auch keinerlei Kosten, denn es entstehen nur beim Bezahlvorgang Kosten für eine umsatzabhängige Provision von 1-3 Prozent.

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