Ratgeber: Bargeldloses Zahlen / Kartenzahlung

EC Karte: Unterschrift oder Pin?

Wann und warum muss ich bei Kartenzahlung manchmal unterschreiben und manchmal die Pin eingeben?

Beim Bezahlen mit der EC-Karte wundern wir uns manchmal: In Geschäft A wird ein Bon ausgedruckt, den wir unterschreiben müssen. Und im Geschäft B müssen wir eine Pin-Nummer eingeben. Und es kann sogar vorkommen, dass wir an einem Tag in Geschäft C mit Unterschrift bezahlen und am nächsten Tag dort mit Pin. Wieso ist das so?

Die Antwort darauf ist recht schnell gegeben, die Erklärung dauert etwas länger: Der:die Betreiber:in des Geschäfts, der:die die Kartenzahlung anbietet, kann zwei verschiedene Varianten bei der Zahlung anwenden, die wir nachfolgend beschreiben.

1. Option: Der:die Geschäftsinhaber:in hat einen EC Cash Vertrag

In diesem Fall hat der:die Geschäftsinhaber:in “nur” einen Vertrag über die klassische Pin-Eingabe, das sogenannte EC Cash Verfahren, abgeschlossen. Das ist die einfachste und schnellste Variante, um Kartenzahlungen von Kund:innen entgegen zu nehmen. Deshalb muss man als Kund:in (logischerweise) immer die Pin eintippen, denn das Kartenlesegerät bzw. der technische Dienstleister im Hintergrund bietet gar keine andere Möglichkeit.

Verdeutlicht: Zahlung mit Pin

Infografik Ablauf PIN Kartenzahlung

2. Option: Er nimmt zusätzlich am Lastschriftverfahren teil

Das funktioniert genauso wie das Einziehen von Strom- oder Versicherungsbeiträgen von Ihrem Konto. Die Unterschrift auf dem Kassenbon ist die Erlaubnis für den:die Händler:in, das Geld als Lastschrift vom Konto abzubuchen.

Als Hintergrundwissen zum Angeben: Beim Lastschritverfahren hat der:die Geschäftsinhaber:in zwei Optionen zur Auswahl: Ungesichert und gesichert:

  • Bei der ungesicherten Variante könnte der:die Kund:in später das Geld wieder auf sein Konto zurück buchen lassen und der:die Händler:in muss das Geld, z.B. mit einem Inkassounternehmen, einfordern. Das passiert zwar sehr selten, aber das Risiko besteht.
  • Alternativ kann man als Händler:in einen Zusatzvertrag abschließen, durch den das Lastschriftverfahren abgesichert wird und man auf jeden Fall sein Geld erhält. Dabei trägt der technische Dienstleister im Hintergrund das Risiko, denn er garantiert auch die Zahlung für den:die Händler:in. Um sich abzusichern, läuft die Anfrage des EC Geräts dann durch mehrere Datenbanken, um die Bonität des:der Kund:in herauszufinden. Ist die Karte noch nicht negativ aufgefallen, kommt der Bon zum Unterschreiben. Gibt es Bedenken gegen die Karte, fällt das Gerät auf die Pin-Eingabe zurück. Diese Option gibt es allerdings nur bis zu einer täglichen Summe von 1.500 Euro.

Verdeutlicht: Zahlung mit Unterschrift, wenn das Lastschriftverfahren abgesichert ist

Infografik Lastschrift Kartenzahlung

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