Ratgeber: Bargeldloses Zahlen / Kartenzahlung

Girocard und EC Karte – Was ist der Unterschied?

Beim elektronischen Zahlungsverkehr in Deutschland sind vor allem zwei Begriffe geläufig – Girocard und EC-Karte. Doch worin unterscheiden sich die beiden Kartentypen? Die Antwort auf diese Frage lautet schlichtweg: Es gibt keinen wesentlichen Unterschied. Girocard ist lediglich die Umbenennung der klassischen EC-Karte.

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Geschichte des Electronic-cash-Verfahrens

Ursprünglich stand die Bezeichnung „EC“ für das Eurocheque-Verfahren, also das bargeldlose Bezahlen per Scheck beziehungsweise Euroscheck. Dieses wurde von den Banken Anfang der 1970er Jahre ins Leben gerufen, um eine Zahlungsgarantie für Schecks im Ausland zu gewährleisten. Später entwickelte sich daraus das so genannte „electronic-cash-Verfahren“, also das Bezahlen mit Debitkarte und PIN. Hierfür wurden die ursprünglichen Papierschecks gegen eine Plastikkarte mit Magnetstreifen ausgetauscht.

Diese ermöglichte es ihren Besitzern, Geld am EC Cash Terminal abzuheben und bargeldlos in einigen Geschäften zu bezahlen. Für Händler bot die neue EC-Karte einen enormen Vorteil gegenüber dem Papierscheck. Denn bei einer Zahlung mit dem Papierscheck konnten sie nicht wissen, ob dieser gedeckt ist, während bei einer EC-Kartenzahlung in Echtzeit geprüft wurde, ob ein Kunde tatsächlich liquide war.

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Einführung der Girocard als Ersatz für die EC-Karte

Im Jahr 2007 haben die deutschen Banken und Sparkassen ihre beiden Systeme electronic cash und das Deutsche Geldautomaten-System zusammengeführt. Ihr Ziel war es, die Zahlungssysteme hierzulande zu vereinheitlichen. Gleichzeitig wollte man den bargeldlosen Zahlungsverkehr in der Europäischen Union (EU) vereinfachen und zudem den deutschen Debitkarten mehr internationale Akzeptanz verschaffen.

Seitdem wird die EC-Karte als Girocard bezeichnet.

An den meisten Deutschen ist diese Namensänderung jedoch vorbei gegangen. Sie verwenden immer noch den Begriff EC-Karte, auch wenn es sich dabei eigentlich um eine Girocard handelt. Das ist allerdings auch nicht weiter schlimm, denn diese Bezeichnung ist fast allen geläufig und auch an den Funktionen der beiden Karten hat sich im Wesentlich nichts geändert.

Seit dem Jahr 2011 werden EC-Kartenzahlungen nur noch über den auf der Karte befindlichen Chip durchgeführt. Dieser bietet den Vorteil, dass er nicht mehr so leicht auszulesen ist wie der Magnetstreifen. Damit wird Verbrauchern ein größerer Schutz gegen Betrug und Identitätsdiebstahl geboten. Um die Kompatibilität zu Maestro-Karten zu gewährleisten, besitzen EC-Karten allerdings nach wie vor einen Magnetstreifen.

Unterschiede gibt es außerdem bei den verschiedenen Zahlungssystemen. Der Zahlungskartenanbieter Visa nutzt das System „V-Pay“, während Mastercard auf „Maestro“ setzt. Aus diesem Grund ist auf den Bankkarten der verschiedenen Geldinstitute neben dem Girocard-Symbol auch das V-Pay- oder Maestro-Logo zu sehen.

Fazit: Worin unterscheiden sich EC-Karte und die Girocard?

Zwischen einer EC-Karte und Girocard gibt es aus Kundensicht nahezu keinen Unterschied, die Begrifflichkeit der EC-Karte ist vielen allerdings geläufiger als die Bezeichnung Girocard. Unterschieden wird allerdings zwischen Maestro-Karten und V-Pay-Karten. Sie stehen für verschiedene Zahlungssysteme. V-Pay-Karten können außerdem nur innerhalb Europas und einigen wenigen anderen Ländern eingesetzt werden.

Ist es okay die Girocard weiterhin EC-Karte zu nennen?

Wir finden ja. Die Namensänderung haben die meisten Leute kaum wahrgenommen und die Bezeichnung EC-Karte ist der Mehrheit nach wie vor geläufig. EC-Karte oder Girocard, im Grunde gehopst wie gesprungen, so lange man damit bargeldlos bezahlen kann.

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